Warum ein Motto oft besser passt als ein Vorsatz
Silvester hat diese besondere Energie: „Neues Jahr, neues Ich.“
Und zack – kommen die Vorsätze: mehr Sport, weniger Handy, gesünder essen.
Endlich gelassener sein, Karriere anpacken, Ordnung halten, früh schlafen, weniger aufschieben.
Vorsätze klingen erstmal motivierend. Aber wenn du ehrlich bist, fühlen sie sich oft an wie ein stiller Vertrag mit dir selbst – einer, der spätestens im Februar wackelt. Und dann kommt das schlechte Gewissen hinterher.
Vielleicht ist genau deshalb ein anderer Ansatz für 2026 hilfreicher:
kein Vorsatz-Katalog – sondern ein Motto.
Warum Vorsätze so oft scheitern
Vorsätze sind meistens:
- zu groß gedacht
- zu eng gesteckt
- zu kopflastig
- zu moralisch („Ich sollte…“)
Und: Vorsätze tun oft so, als wäre dein Leben planbar. Aber das ist es selten. 2026 wird wieder Überraschungen haben – schöne und anstrengende. Ein starrer Vorsatz passt dazu meist nicht gut.
Was ein Motto besser macht
Ein Motto ist kein „Ich muss“, sondern ein innerer Kompass. Es ist nicht kontrollierend, sondern richtungsgebend.
Ein Motto funktioniert auch, wenn:
- du mal aus dem Tritt kommst
- sich Prioritäten ändern
- das Leben dazwischenfunkt
- du dich im Laufe des Jahres weiterentwickelst
Und genau das ist der Punkt: 2026 muss nicht perfekt geplant sein – es darf sich entwickeln.
Ein Motto ist flexibler als ein Vorsatz
Ein Vorsatz will oft ein Ergebnis: „Ich nehme X Kilo ab.“ „Ich mache 3x die Woche Sport.“
Ein Motto beschreibt eher die Haltung, mit der du durchs Jahr gehst.
Zum Beispiel:
- „Weniger müssen, mehr dürfen.“
- „Langsam ist auch ein Tempo.“
- „In Kontakt mit mir.“
- „Mut vor Komfort.“
- „Nicht perfekt, aber echt.“
Das Schöne: Ein Motto kann sich mit dir bewegen. Vielleicht startest du im Januar mit „Mut vor Komfort“
und merkst im April: „Eigentlich brauche ich gerade ‚Sanft statt streng‘.“ Dann darf es wechseln.
Ein Motto darf sich verändern – so wie du.
Ein Motto hilft dir bei Entscheidungen
Ein gutes Motto ist wie ein Filter im Alltag. Wenn du zwischen zwei Dingen schwankst, kannst du dich fragen:
„Was passt mehr zu meinem Motto?“
Beispiel: Motto „Klar statt nett“
→ Du sagst eine Einladung ab, statt dich zu überfordern.
→ Du sprichst etwas an, statt es zu schlucken.
Beispiel: Motto „Langsam ist auch ein Tempo“
→ Du planst weniger voll.
→ Du machst Pausen ohne Rechtfertigung.
Vorsätze fühlen sich oft nach Druck an – ein Motto eher nach Unterstützung
Viele Vorsätze haben einen Unterton von: „So wie ich bin, reicht es nicht.“
Ein Motto kann dagegen ausdrücken: „Ich bin okay – und ich richte meinen Fokus auf das, was mir gut tut.“
Das ist ein riesiger Unterschied. Und das macht es wahrscheinlicher, dass du dranbleibst – weil du dich dabei nicht ständig unter Druck setzt.
Vielleicht ist das der beste Silvester-Gedanke:
Mach aus 2026 kein Projekt, das du „schaffen“ musst.
Mach es zu einem Jahr, das du gestalten darfst – nicht mit einem starren Regelwerk, sondern mit einer Haltung, die dich immer wieder erinnert:
Wie will ich leben? Was ist mir wichtig?
Wenn du dir ein Motto wünschst, aber noch nicht genau weißt, welches wirklich zu dir passt, kann Coaching mit Positiver Psychologie dir helfen, mehr Klarheit zu gewinnen – zum Beispiel über deine Werte, Bedürfnisse und Stärken und darüber, was dir im Alltag wichtig ist.
Und wenn du dein Motto für 2026 schon im Kopf hast, kann Coaching dich dabei unterstützen, es im Alltag immer wieder im Blick zu behalten
und herauszufinden, was dir hilft, in dieser Haltung zu bleiben – auch wenn es zwischendurch stressig wird.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, melde dich gerne bei mir – ich freue mich auf deine Nachricht.